Der historische Stadtkern von Sorano thront auf einem Tuffsteinfelsen und besteht aus Gassen, Loggien und Kellern, bzw. aus einem ständigen Auf und Ab, woraus sich ein spektakuläres Stadtbild ergibt. Die Altstadt ist auch durch die Schönheit der Keller geprägt. Diese, vollständig in den Fels gehauenen Räumlichkeiten, waren in der Vergangenheit in allen Phasen der Weinlese unentbehrlich. Der Ort ist seit der späten Bronzezeit (11.-10. Jh. v. Chr.) besiedelt, und um ihn herum sind kleinere etruskische Grabstätten gefunden worde. Im 13. Jahrhundert stand Sorano im Besitz der Familie Aldobrandeschi, später, aufgrund der Teilung der Grafschaft wurde Sorano zunächst an Sovana, und dann (als Erbe der Orsini) an Pitigliano angeschlossen. Im frühen 17. Jahrhundert wurde das Dorf offiziell Teil des Großherzogtums Toskana unter der Familie der Medici. Auch in Sorano ist das alte Getto sowie die Synagoge erhalten, als Zeugnisse einer jüdischen Gemeinde bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts. Sorano bietet ihren Besuchern durch die vielen spektakulären historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten eine wahre „Zeitreise“ durch die Höhen und Tiefen längst vergangener Epochen.
Hier finden Sie eine perfekte Mischung aus authentischer und unberührter Natur und historischer und kultureller Schönheit.

Fortezza Orsini

Diese imposante befestigte Anlage dominiert das ganze Dorf von Sorano. Die Struktur geht auf die Aldobrandeschi zurück, wurde jedoch von der Familie Orsini in der Mitte des 16. Jahrhunderts erweitert. Der Eingang befindet sich in dem Zwinger, unter dem eine Unterführung ausgegraben wurde, die einst als Wehrgraben gedient hat. Über dem Portal sind die jeweiligen Wappen der Familien Aldobrandeschi bzw. Orsini zu sehen.
Derzeit ist im ältesten Teil der Festung das Museum des Mittelalters und der Renaissance untergebracht, im Zwinger hingegen liegt das Touristische Empfangszentrum des Archäologischen Tuffsteinparks.

Museum des Mittelalters und der Renaissance

Das Museum befindet sich in der Festung aus dem 14. Jahrhundert Festung und zeigt Materialien des Mittelalters und der Renaissance aus dem Stadtgebiet, von denen viele in den sog. “Butti” („Ehrgräben“, mittelalterliche Abfallgräben) gefunden wurden.
Von besonderem Interesse ist ein kleines Zimmer im Turm, voller Fresken aus dem 16. Jahrhundert.
Es wird angenommen, dass dies der private Raum des Grafen Niccolò IV. Orsini war, in das er junge Mädchen einzuladen pflegte.

Masso Leopoldino und der Uhrturm

Der Orsini-Festung gegenüber erhebt sich der „Masso Leopoldino“ genannte Verteidigungsposten. Er wurde im Mittelalter, noch vor der Festung, gebaut, und wurde im 19. Jahrhundert durch die lothringsche Herrschaft restauriert. Der Uhrturm ist ein integraler Bestandteil des „Masso“ (Felsblocks). Er besteht aus einer quadratischen Grundfläche, einem Gipfel mit Zinnen, und der Uhr, die deutlich zu erkennen ist.

Porta di sopra

Das „obere Tor“ ist eines der Stadttore von Sorano. Vor dem Tor befindet sich ein Platz, der sich durch eine Loggien-Struktur auszeichnet, durch die man ins Herz des historischen Zentrums gelangt. Via Selvi ist ist die Hauptstraße der Altstadt, an der sich die meisten Geschäfte bzw. Handwerksläden befinden.

Porta dei merli

Dieses Tor markiert das Ortsende. Von diesem Punkt aus kann man in Richtung des Flusses Lente weitergehen. Das Tor hat einen Steinrahmen und wird von einem Wappen gekrönt. Es sind immernoch beidseitig die Spalten sichtbar, in denen die Ketten der Zugbrücke fixiert waren.

Nekropole von San Rocco

Diese kleine Felssiedlung thront auf dem Tuffsteinsporn von San Rocco. Die Siedlung zeugt davon, dass dieses Gebiet seit alters her von vielen Menschen durchquert wurde, die dazu beigetragen haben, Zeichen und Spuren zu hinterlassen, die leider heute in einigen Fällen wenig erkennbar und schwer datierbar sind. Besonders interessant ist die Kirche von San Rocco, vermutlich im 17. Jahrhundert erbaut.