Dieses kleine malerische Dorf auf einem Tuffsteinfelsen gilt schon immer als eines der schönsten Dörfer der Maremma. Bis heute wurde der mittelalterliche Charme bewahrt. Enlang der Hauptstraße, die von der Rocca bis zum Dom läuft, hat man das Gefühl, dass die Zeit stehengeblieben ist, um unsere Ankunft abzuwarten. Die ersten Spuren der Besiedlung dieses Gebiets stammen aus der Bronzezeit. Das Gebiet wurde dann aufgegeben, und dann Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. wieder besetzt. Die größte Entwicklung der Stadt folgte jedoch nach der römischen Eroberung ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. Zahlreiche etruskische und römische Nekropolen sind in dieser Gegend auf einer groβen Fläche ausgegraben worden, mit monumentalen Tempelgräbern, sowie Ädikula- und Würfelgräbern. Sovana war unter byzantinischer Herrschaft bis zum Ende des 6. Jahrhunderts, und ging anschlieβend an die Langobarden über. Das Dorf wurde im Mittelalter erbaut, als die Grafschaft von Sovana der Familie Aldobrandeschi gehörte. Im Anschluss an die Ehe zwischen Romano Orsini und Anastasia Aldobrandeschi wurde es Teil des Besitzes der Grafen Orsini. Im Jahre 1440 wurde es von Siena erobert, fiel jedeoch 1552 wieder an die Orsini. Nach wenigen Jahren eroberte wurde es an das Großherzogtum Toskana angeschlossen.

Museum von San Mamiliano

Im Museum ist „l’Oro di Sovana“ („Das Gold von Sovana“) ausgestellt, 498 Goldmünzen (Dukaten), die in der Kirche von San Mamiliano im Jahre 2004 gefunden wurden.
Der Schatz besteht aus einer kleinen Vase mit 498 solidenGoldmünzen, die in einer Tiefe von mehr als zwei Meter unter dem aktuellen Bodenniveau entdeckt wurden. Die Münzen stammen aus der Zeit zwischen 420 und 550 n.Chr.
Im Museum von San Mamiliano sind auch die Votivgegenstände ausgestellt, die am Eingang des Hohlweges „Cavone“ ausgegraben worden sind. Zwanzig Artefakte aus Keramik, die menschliche Körperteile (Hände, Füße, innere Organe) sowie männliche und weibliche Puppen darstellen.

Rocca Aldobrandesca

Die Festung wurde von den Aldobrandeschi um das Jahr 1000 erbaut, und war die stärkste Festungsanlage der Grafschaft. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie zerstört, jedoch sowohl durch die Sienesen als auch die Medici restauriert. Mit dem Anschluss aller Schlösser der Grafschaft an das Großherzogtum Toskana verlor die Anlage ihre militärische Bedeutung und begann ihren langsamen Verfall.

Palazzo vescovile

Der Bischofspalast aus dem späten Mittelalter war die Residenz der Bischöfe von Sovana, bis die Diözese auf Pitigliano übertragen wurde.
Heute beherbergt er das Pfarrhaus der Kathedrale von Sovana.

Duomo di Sovana

Der vom Bischofspalast flankierte Dom wurde außerhalb des historischen Ortskerns nach dem Jahr 1000 errichtet. Er ist einer der wichtigsten gotischen Bauten der Toskana.
Das auf der linken Seite der Kirche befindliche Portal wurde aus Fragmenten der ersten Fassade aus dem 11. und 12. Jahrhundert hergestellt. Der Innenraum ist dreischiffig, mit zweifarbigen Säulen und Kreuzrippengewölbe. Zudem gibt es eine alte Krypta aus dem 8. Jahrhundert, die Knochen des heiligen San Mamiliano, dem Schutzpatron von Sovana, enthält. Weiter sind ein Renaissance-Taufbecken, ein Weihwasserbecken, sowie Spuren von Fresken und einigen Gemälden vorhanden. Im rechten Seitenschiff befindet sich die Urne von San Mamiliano aus dem 15. Jahrhundert.

Parco archeologico città del tufo (Archäologischer Park – „Die Tuffsteinstadt“)

Der Park befindet sich in einem Gebiet reich an dichter mediterraner Vegetation, durchzogen von schönen Wanderwegen. Hier befinden sich die berühmten etruskischen Gräber vor Kolonnade (Pola Grab und Grab von Hildebrand), denen am Kiosk (der Taifun, der Dämonen Alati und Sirena) und Gräber in der Mutter, semidado und falsodado. Zudem ist es möglich, von dem Park aus, die vielen etruskischen Hohlwege (Vie Cave) zu erreichen, schmale und kurvige Wege, tief eingebettet in dem Tuffstein, die bezaubernde Landschaften durchqueren.