Orbetello wurde auf einem schmalen Landstreifen in der Mitte der Lagune errichtet. Die Lagune ist Teil eines wichtigen Naturschutzgebiets. Der Ort ist lediglich durch zwei dünne Landstreifen (Giannella und Feniglia) mit dem Monte Argentario verbunden, und dank dieser einzigartigen Lage wird es auch „Klein-Venedig“ genannt. Die Siedlung existierte bereits in etruskischer Zeit, und während der römischen Herrschaft wurde die Stadt Cosa gegründet, heute eine wichtige und faszinierende archäologische Stätte auf dem nahegelegenen Vorgebirge von Ansedonia. Anschließend wurde Orbetello auch Hauptstadt des unter spanischer Herrschaft stehenden „Staates der Festungen“ (Stato dei Presidi), eine Periode, die deutlich sichtbare architektonische Spuren hinterlassen haben. Unbedingt zu besichtigen sind die alten Mauern, die Tore, das archäologische Museum im Inneren der Polveriera Guzman (Pulverkammer Guzman). Sehr speziell ist die Getreidemühle aus dem 15. Jahrhundert in der Mitte der Lagune von Ponente (die Lagune bietet einzigartige Sonnenuntergänge), die einzige erhaltene von ursprünglich neun antiken Mühlen. Es besteht die Möglichkeit, die Strände von Feniglia und Ansedonia auch mit dem Fahrrad zu erreichen, da es zwischen Levante und Ponente viele Fuß- und Radwege gibt. In Orbetello ist auch viel los, und Sie werden viele Geschäfte, Bars, Restaurants und ein Kino finden.

Giannella Dieser Strand besteht aus einer 6 km langen Düne, und bietet eine schnelle und einfache Lösung für einen Tag am Meer. Von den vorhandenen Parkplätzen aus erreichen Sie sehr bequem den Strand, Bars und Restaurants, aber auch mehr abgelegene Strandbereiche. Aus Richtung Manciano kommend, passieren wir die Forte delle Saline, eine alte Festung bestehend aus einem im 15. Jahrhundert durch die Sienesen errichteter Turm, um den herum der spanische König Philip IV. eine Festungsanlage mit Schutzwällen und Wassergraben hat errichtet lassen. In der Tat gehörte dieses Gebiet dem „Staat der Festungen“ (Stato dei Presidi) und stand zwischen 1557 und 1707 unter spanischer Herrschaft. Der Strand von Giannella wird im Sommer oft von einem angenehmen Mistral gestreichelt und von hier aus haben Sie einen hervorragenden Blick auf traumhafte Sonnenuntergänge.

Porto Santo Stefano Es ist der größte und bevölkerungsreichste Ort des Monte Argentario. Er ist in einem von Seeräubern beliebten Gebiet entstanden, und ist ein besonderer Hafenort mit einem außergewöhnlichen historischen Ortskern, zahlreichen Geschäften, Bars und Märkten. Die Fortezza Spagnola dominiert das Ortsbild. Die Festungsanlage sollte Schutz vor Piraten bieten, und heute beherbergt sie das Meeresmuseum (Museo del Mare), ein Museum für Schiffbau und Unterwasserarchäologie. Wir empfehlen auch das Aquarium Marino Mediterraneo zu besuchen. Gemütlich ist es auch, sich einfach in dem Labyrinth von engen Gassen zu verlieren, und bis zu der Panoramica hochzuklettern, von wo Sie einen atemberaubenden Blick über die Meeresklippen genießen können. Sobald Sie in Porto Santo Stefano ankommen, erkennen Sie leicht den Fährenhafen, von wo Sie auf die “Isola del Giglio“ übersetzen können.

Feniglia Feniglia steht unter besonderem Naturschutz, mit einer 6 km langen Düne aus Sand und dichtem Pinienwald, mit auf der einen Seite die Lagune von Orbetello und auf der anderen das Tyrrhenische Meer.
Die Düne verbindet den südlichsten Teil der Halbinsel Argentario mit dem Festland.
Autos sind nicht erlaubt, weshalb es ein wahres Paradies für diejenigen ist, die lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Es gibt nur am Anfang des Strandes ein paar wenige Badeanstalten sowie den Parkplatz, und dann folgen 6 km Pinienwald, weißer Sand und unberührte Natur. Beim Laufen kann es schon sein, dass Ihnen Rehe begegnen bzw. Sie geschützte Vogelarten bewundern können.
Im Pinienwald sind die Überreste einer römischen Siedlung zu sehen, Portus Fenilie, die auf den Ruinen einer aus frühetruskischer Zeit (9.- 8. Jh. v. Chr.) stammenden Anlage zur Salzgewinnung entstanden ist. Der Düne gegenüber gibt es auch die Gedenktafel des Malers Caravaggio. Es wird allerdings noch erforscht, ob Dokumente vorhanden sind, die mit absoluter Sicherheit den Todesort des Künstlers nachweisen können, da dieser, nach einer Theorie, in Porto Ercole gestorben sei.
Ein Tipp: Versuchen Sie so weit wie möglich dem Strand entlang zu laufen, da ab dem dritten Kilometer sich sowohl der Sand als auch das Wasser von ihrer schönsten Seite zeigen. Sie haben hier auch eine gute Chance (außer im August) am Strand ganz allein zu sein.

Porto Ercole 2004 wurde das Dorf in die Rangliste der “schönsten Dörfer Italiens” aufgenommen. Porto Ercole ist kleiner aber älter als Porto Santo Stefano. Es ist ein kleiner Hafenort mit reicher Geschichte. Im antiken Ortsteil sind keine Autos erlaubt, und man kann gemütlich herumlaufen, gerne auch zu den höher gelegenen Ortsteilen hinauf, um die Aussicht zu bewundern. Porto Ercole ist von Festungen und Türmen wehrhaft umfriedet. Diese wurden derart errichtet, dass Feinde im Meer schnell erkannt werden konnte, und sind folglich immernoch einzigartige Aussichtspunkte. Lassen Sie sich auch Forte Stella und Forte Filippo nicht entgehen.