saturnia fontana

Die kleine Piazza von Saturnia ist einer jener seltenen Orte, wo man noch so richtig die Vibration einer antiken Vergangenheit spüren kann. Reich an Grün und von netten Bars und Restaurants umgeben ist der Platz ein wahres Freilichtmuseum. Unter der aktuellen Travertinpflasterung, neben dem Brunnen und vor Via Ciacci verbirgt sich die Begegnung der beiden Hauptstraßen, der „cardo“ und der „decumano massimi“, aus der Zeit der römischen Kolonien. Vor dem Restaurant “I due cippi”, unter der heutigen Straβe, sind römische Bäder versteckt, die kein schwefelhaltiges Wasser enthalten haben, wie es die Ausgrabungen des Calidariums, Tepidariums und Frigidariums belegen. Der Boden dieser Struktur war ein Mosaik aus schwarzen und weißen Fliesen, in dem man noch einen Fisch und einen Teil eines Seepferdchens erkennen kann. In der Nähe desselben Restaurants sind zwei schöne Säulenstümpfe mit lateinischen Gravuren zu sehen. Diese stellen wichtige Zeugnisse über die Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens dar, einer der Travertinsäulen trug die Statue von Didio Saturnino Zenturio, der Centurio (Offizier des Römischen Reiches) der ersten Centuria war. Er erhielt mehrere militärischen Auszeichnungen (Armilla und Torques) im Krieg gegen die Parther und im Germanischen Krieg, erhielt er die goldene Bürgerkrone (corona civica) von Antoninus und Severus. Die andere Säule hielt die Statue von Sesto Mecio Marcello, die ihm von den Pagi Lucreti gewidmet wurde, den Bewohnern eines Ortes, die unter der Kontrolle von Saturnia stand. Er war Duovir von Saturnia, Quästor des Kalendariums und der Lebensmittel und nahm auch den Posten des Kurators von pagus Lukrez, dem er als Wohltäter half.

Fontana Der hübsche Brunnen in der Mitte des Platzes stammt aus dem Jahre 1913, als auch das Aquädukt des Fioraflusses eröffnet wurde, mit dem Zweck das ganze Gemeindegebiet mit Wasser zu versehen.

Die öffentlichen Gärten Die Gärten von Saturnia sind ein wahres Museum unter freiem Himmel. Hier sind Ölmahlsteine ausgestellt, sowie viele lateinische Inschriften aus spätrepublikanischer bzw. früher Kaiserzeit, in denen die typischen Widmungen an die Dis Manibus (die Totengeister) erscheinen. Diese historischen Zeugnisse wurden im Laufe der Jahre in der Gegend gefunden, und es ist schwer ihre ursprünglichen Standorte zu ermitteln.