Manciano liegt auf einem Hügel zwischen dem Meer und den Bergen, in einer Lage, die es erlaubt, über die Maremma zu wachen. Seit Anbeginn der Zeit hat der Ort all seine Priviligien dieser strategischen Position zu verdanken. Von hier aus eröffnet sich ein vom Monte Amiata bis zum Meer um den Monte Argentario reichendes Panorama. Auf dem höchsten Punkt der Ortschaft steht die Festung, um die der historische Ortskern wie ein Labyrinth fächerförmig gewachsen ist. Unterhab der Befestigungsanlage schlängeln sich die winzigen Straßen und Gassen bergauf und bergab bis sie in die kleine Piazza Magenta münden, von deren kleinen Terrasse man das wunderschöne Panorama genieβen kann. Der Castello und das renovierte und mit Multimedia ausgestattete Museum für Vor- und Frühgeschichte (Museo di Preistoria e Protostoria) erwarten Sie und garantieren Ihnen einen unvergesslichen Tag.
Manciano ist die Heimat zweier berühmter Künstler, nämlich der beiden Maler Pietro Aldi und Paride Pascucci, welche die Kultur der Maremma symbolisierten. Einige bedeutende Werke der beiden Künstler sind in der Burg, der Kirche von San Leonardo und der Kirche der Santissima Annunziata ausgestellt.


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Note Storiche

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Historische Notizen Hinweise auf die Existenz des Ortes reichen bis 1181 zurück, das Jahr in dem das vom Papst Clemens III. herrührende Privileg erlassen wurde. In dieser Papsturkunde wird Manciano als “castrum” bezeichnet wird. Dies bedeutet, dass das der Ort bereits damals mit eine Festungsanlage besaβ. In dieser Zeit wurde die Stadt, wie die restlichen dieses Gebiets, unter der Herrschaft der Grafen Aldobrandeschi, eine Familie von Feudalherren lombardischer Herkunft, unter deren Einfluss die Maremma (zwischen Monte Ammiata und der Insel Giglio) für einen Großteil des Mittelalters gestanden hat.
Dieses Land, zwischen Toskana, Latium und Umbrien, war in der Vergangenheit häufig Schauplatz von Kriegen und Schlachten, so wurde Manciano im Jahre 1303 von Orvieto erobert, dann (ab 1328) fiel sie unter die Herrschaft der Baschi, dann, bis 1416 der Orsini, um folglich von der Republik Siena besetzt zu werden und über ein Jahrhundert lang unter deren Kontrolle zu bleiben. Die Sienesen haben wichtige Spuren hinterlassen, erkennbar an dem Stadtgefüge und den Gebäuden. 1559 fiel Manciano, so wie alle anderen Besitztümer von Siena, den Medici des Herzogtums der Toskana zu, und es begann eine Zeit des Verfalls und der Vernachlässigung des öffentlichen Eigentums.
Als im Jahre 1738 die florentiner Familie ausstarb, folgte Manciano dem Schicksal des Großherzogtums, ging an Habsburg-Lothringen über, und wurde als der Hauptort eines großen Gebietes, einschlieβlich Montemerano, Saturnia und Capalbio, gewäht. Sie war die größte Gemeinde der Provinz.
An dem Uhrturm ist eine Gedenktafel angebracht, die an das Referendum erinnert, mit dem die Region Toskana, am 15. März 1860, dafür gestimmt hat, Teil der konstitutionellen Monarchie des Hauses Savoyen zu werden.
Zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert, dienten die Wälder dieser Hügellandschaft, „die Macchie“, als Versteck für die „briganti“ (Gesetzlosen, Räuber) der Maremma. Am berühmtesten und in der Gegend in Erinnerung geblieben ist definitiv Domenico Tiburzi.
Eine weitere spannende Periode in der Geschichte dieses Gebiets ist die der Besetzung der Landstücke.
1904 besetzen die Hilfsarbeiter die Ländereien des Prinzen Corsini und die „Lega di Miglioramento fra Campagnoli“ (ein Zusammenschluss der Landarbeiter) wurde ins Leben gerufen. Dies waren die ersten Schritte der Geltendmachung von Gebietsansprüchen in Richtung der später von der „Ente Maremma“ durchgeführten Agrarreformen, welche die Gesellschaft sowie das Landschaftsbild der Maremma irreversibel verändern würden.
Dieselben Wälder, die einst Räubern Zuflucht geboten haben, beherbergten während des zweiten Weltkriegs Partisanenbanden der
Comitato di Liberazione Nazionale („Komitee der nationalen Befreiung“). Manciano war die erste toskanische Stadt die im Juni 1944 von den Alliierten befreit wurde, und sie war auch die erste italienische Stadt, wo am 25. Februar, 1945, nach der Zeit des Faschismus, freie Wahlen stattfanden.

 

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