Die sich von der Burg Marsiliana südöstlich in Richtung Capalbio erstreckenden Hügel wurden zu etruskischer Zeit durch einige Nekropolen mit vornehmlich kleinen Kammergräbern besetzt, ein Beweis, einerseits, der Bevölkerungsdichte in diesem Gebiet in etruskischer Zeit und, zweitens, des Bestehens einer antiken Verbindungsstraβe zwischen Vulci und der antiken Stadt Caletra, die neben einer Furt des Flusses Albegna belegen war. Die Nekropole von Poggio Pietricci ist die einzige der Grabstätten, die von der Oberintendantur für Kulturgüter untersucht wurde. 11 Felsengräber wurden entdeckt, mit jeweils einer einfachen viereckigen Grabkammer mit Zugangskorridor. Gelegentlich sind die einzelnen Gräner von Steinen umringt, was womöglich auf das ursprüngliche Vorhandensein eines Hügelgrabes hindeutet. Die archäologischen Funde belegen den Brauch der Körperbestattung zwischen der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts v. Chr. und der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts v.Chr.